Leseschwäche erkennen und gezielt fördern
Leseschwierigkeiten gehören zu den häufigsten Herausforderungen in der Grundschule. Etwa 15 bis 20 Prozent aller Grundschulkinder haben Probleme beim Lesen – von leichten Schwierigkeiten bis hin zu diagnostizierten Lese-Rechtschreib-Schwächen. KI-Tools können Lehrkräfte bei der Erstellung passender Fördermaterialien erheblich unterstützen und so dazu beitragen, dass jedes Kind auf seinem Niveau lesen und lernen kann.
Das Problem: Eine Klasse, viele Leseniveaus
In jeder Grundschulklasse sitzen Kinder mit sehr unterschiedlichen Lesefähigkeiten. Während einige bereits flüssig lesen, buchstabieren andere noch mühsam einzelne Wörter. Einen Text zu finden, der für alle passt, ist nahezu unmöglich. Die Lösung: Denselben Inhalt in verschiedenen Schwierigkeitsstufen anbieten – und genau hier glänzen KI-Tools.
Diffit: Der Spezialist für Textdifferenzierung
Diffit ist das wichtigste KI-Tool für die Leseförderung in der Grundschule. Es wurde speziell dafür entwickelt, Texte automatisch an verschiedene Leseniveaus anzupassen.
So funktioniert Diffit:
Vorteile für die Leseförderung:
Goblin.tools: Texte vereinfachen
Der Simplifier von Goblin.tools ist eine kostenlose Alternative für die schnelle Textvereinfachung. Fügen Sie einen Text ein und wählen Sie den gewünschten Vereinfachungsgrad. Das Tool ist ohne Anmeldung nutzbar und eignet sich hervorragend für die schnelle Anpassung im Schulalltag.
ChatGPT für individualisierte Lesetexte
Mit ChatGPT können Sie maßgeschneiderte Lesetexte für Kinder mit Leseschwäche erstellen:
Bewährte Prompts:
Praktische Strategien für die Leseförderung
Strategie 1: Lese-Tandems mit differenzierten Texten
Erstellen Sie mit Diffit zwei Versionen desselben Textes. Das stärkere Kind liest die schwierigere Version, das Kind mit Förderbedarf die einfachere. Anschließend tauschen sie sich über den Inhalt aus.
Strategie 2: Tägliches Lesetraining mit KI-Texten
Generieren Sie mit ChatGPT eine Serie kurzer Lesetexte (5-8 Sätze) zu einem Thema, das das Kind interessiert. Steigern Sie die Schwierigkeit über die Wochen langsam.
Strategie 3: Lese-Rallye mit verschiedenen Niveaus
Erstellen Sie mit MagicSchool.ai eine Lese-Rallye mit Stationen. Jede Station hat einen kurzen Text und Fragen – in drei Schwierigkeitsstufen. Die Kinder wählen selbst ihr Niveau.
Strategie 4: Bildgestütztes Lesen
Nutzen Sie Canva for Education, um Texte mit passenden Bildern zu kombinieren. Visuelle Unterstützung hilft Kindern mit Leseschwäche, den Inhalt besser zu erfassen.
Fortschritte dokumentieren
KI-Tools können auch bei der Dokumentation von Lesefortschritten helfen:
Wichtige Hinweise
Fazit
KI-Tools wie Diffit, Goblin.tools und ChatGPT sind wertvolle Helfer bei der Förderung von Kindern mit Leseschwierigkeiten. Sie ermöglichen eine Textdifferenzierung, die ohne digitale Unterstützung extrem zeitaufwändig wäre. Der Schlüssel liegt darin, die Tools für die Materialerstellung zu nutzen und die gewonnene Zeit in persönliche Begleitung und Ermutigung der Kinder zu investieren. Beginnen Sie mit Diffit und erleben Sie, wie einfach es sein kann, jeden Text an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.