Deepfakes sind synthetische Medien, die mithilfe von Deep-Learning-Technologie erstellt werden. Sie können Gesichter in Videos austauschen, Stimmen imitieren oder komplett neue Bilder von Personen generieren, die nicht existieren. Die Technologie ist inzwischen so fortgeschritten, dass Deepfakes mit bloßem Auge kaum noch von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind. Erzeugt werden sie durch generative Modelle wie GANs (Generative Adversarial Networks) oder moderne Diffusionsmodelle.
Für Grundschullehrkräfte ist das Thema Deepfakes aus zwei Perspektiven relevant. Erstens im Bereich der Medienbildung: Bereits Grundschulkinder kommen mit manipulierten Bildern und Videos in Berührung — sei es über Social Media, Messenger-Dienste oder YouTube. Kinder sollten frühzeitig lernen, dass nicht alles, was sie sehen und hören, echt sein muss. Einfache Übungen wie das Vergleichen von echten und KI-generierten Bildern können das kritische Denken fördern und sind bereits ab Klasse 3 möglich.
Zweitens müssen Lehrkräfte selbst wachsam sein: KI-generierte Bilder, die für Unterrichtsmaterialien verwendet werden, sollten als solche gekennzeichnet werden. Wenn Sie Bildgeneratoren nutzen, machen Sie transparent, dass die Bilder von einer KI erstellt wurden. So leben Sie den verantwortungsvollen Umgang mit KI-generierten Medien vor und schaffen ein Bewusstsein bei den Kindern für die Unterscheidung zwischen echten und künstlich erzeugten Inhalten.